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Heizlast einfach oder Raum für Raum abschätzen.

Wählen Sie den schnellen Standardmodus mit wenigen Angaben oder erfassen Sie im professionellen Modus die Bauteile jedes Raums.

Einfacher Einstieg

Fünf Angaben reichen für eine erste Spanne.

Der Standardmodus schätzt die Gebäudeheizlast grob aus Wohnfläche, Haustyp, Baujahr und Fensterverglasung. Ihr bisheriger Jahresverbrauch kann das Ergebnis zusätzlich einordnen.

Wichtig: Baujahr und Fenster verraten nicht, wie Dach, Wände oder Keller tatsächlich gedämmt sind. Die Spanne ist eine Orientierung und keine fachliche Heizlastberechnung oder Geräteempfehlung.
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Angaben zu Ihrem Zuhause

Nutzen Sie die beheizte Wohnfläche des gesamten Hauses.

Wurde das Haus umfassend gedämmt, kann die Schätzung nach Baujahr deutlich zu hoch sein. Der professionelle Modus erlaubt genauere Bauteilangaben.

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Bisherigen Jahresverbrauch eintragen

Optional, aber hilfreich als zweite Orientierung. Geben Sie möglichst den Verbrauch eines ganzen Jahres ein.

Erdgas steht auf Rechnungen meist in kWh oder m³. Mit „Gas in Litern“ ist nur Flüssiggas aus dem Tank gemeint. Der alte Verbrauch enthält oft auch Warmwasser und Verluste des Kessels.

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Warum ist die Heizlast für eine Wärmepumpe so wichtig? Die Zahl beschreibt die benötigte Wärmeleistung an einem festgelegten kalten Auslegungstag. Sie ist weder der jährliche Energieverbrauch noch automatisch die passende Gerätegröße. Der Standardmodus liefert eine erste Größenordnung für das Haus. Mit der raumweisen Abschätzung erkennen Sie zusätzlich, welche Zimmer besonders viel Leistung benötigen und welche Gebäudedaten noch fehlen. Das macht das Gespräch mit einem Fachbetrieb produktiver.

Standardmodus

Was die schnelle Schätzung berücksichtigt

Der Standardmodus setzt für Baujahrsgruppen grobe spezifische Heizlastwerte in Watt je Quadratmeter an. Freistehende Häuser, Doppelhaushälften, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser erhalten unterschiedliche Orientierungsfaktoren, weil ihre Außenflächen im Verhältnis zur Wohnfläche typischerweise verschieden sind. Die Wahl zwischen einfacher, zweifacher und dreifacher Fensterverglasung verändert den Wert ebenfalls. Diese Faktoren sind redaktionelle Annahmen für eine erste Orientierung. Sie ersetzen keine Erfassung von Dämmung, U-Werten, Luftwechsel oder Standort.

Wenn Sie einen Jahresverbrauch eingeben, wird dieser zunächst in Kilowattstunden Brennstoffenergie umgerechnet. Der Rechner verwendet überschlägig 10 kWh je Liter Heizöl oder Kubikmeter Erdgas und 6,8 kWh je Liter Flüssiggas. Anschließend nimmt er pauschal an, dass 80 Prozent als Nutzwärme ankommen und 15 Prozent davon auf Warmwasser entfallen. Die verbleibende Raumwärme wird durch angenommene 1.800 Volllaststunden geteilt. Diese Vereinfachung kann bei modernen oder alten Kesseln, ungewöhnlicher Nutzung und anderen Klimabedingungen deutlich abweichen.

Die angezeigte Spanne umfasst beide Orientierungswerte, wenn Verbrauchsdaten vorliegen. Sie ist kein statistisches Konfidenzintervall. Fallen Flächen- und Verbrauchswert weit auseinander, weist das Werkzeug ausdrücklich darauf hin. Prüfen Sie dann insbesondere umfassende Sanierungen, nur teilweise beheizte Flächen, Leerstand, Warmwasser und die Einheit der Verbrauchsangabe. Verwenden Sie keine Zahl dieser Seite direkt als Geräte-Nennleistung.

Methode

Wie der Heizlastrechner rechnet

Für jedes erfasste Bauteil wird Fläche mal U-Wert mal Temperaturdifferenz gerechnet. Das ergibt eine Wärmeverlustleistung in Watt. Außenwand, Fenster und Dach werden einzeln berücksichtigt, damit bessere Fenster nicht als Wandfläche doppelt gezählt werden. Auf die erfassten Hüllflächen kommt ein einstellbarer, pauschaler Wärmebrückenzuschlag. Bei Böden gegen Erdreich oder unbeheizte Keller setzt dieser einfache Rechner nur die halbe Temperaturdifferenz zur Außenluft an. Das ist eine grobe Näherung, keine normgerechte Erdreichberechnung. Ein Boden direkt gegen Außenluft wird mit der vollen Differenz gerechnet.

Zusätzlich schätzt das Werkzeug den Lüftungswärmeverlust mit 0,34 mal Luftwechsel pro Stunde mal Raumvolumen mal Temperaturdifferenz. Der Faktor 0,34 beschreibt näherungsweise die Wärmekapazität von Luft in der üblichen Einheit. Die erfasste Raumfläche und -höhe ergeben das Volumen. So lässt sich nachvollziehen, warum eine größere Luftwechselrate das Ergebnis erhöht. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Infiltration und die genaue Luftführung werden damit nicht detailliert abgebildet.

Die Raumwerte werden zu einer Gebäudesumme addiert. Das Ergebnis ist eine transparente Überschlagsrechnung mit Ihren Annahmen. Es ist ausdrücklich kein Verfahren nach DIN EN 12831-1 und DIN/TS 12831-1. Der Bundesverband Wärmepumpe weist selbst bei seinem vereinfachten Heizlastrechner darauf hin, dass überschlägige Werte eine ausführliche Berechnung nach den anerkannten Regeln der Technik nicht ersetzen.

Eingaben

So erhalten Sie aussagekräftigere Ergebnisse

Beginnen Sie mit einem Grundriss und erfassen Sie nur tatsächlich beheizte Räume. Für jeden Raum brauchen Sie Grundfläche, lichte Höhe und gewünschte Innentemperatur. Eine Außenwandfläche wird aus Breite mal Höhe ermittelt; Fenster und Außentüren ziehen Sie davon ab und tragen sie separat ein. Dach- und Bodenflächen gehören nur zu Räumen, die wirklich an diese kalten Bereiche grenzen. Innenwände zwischen ähnlich warmen Wohnräumen sind hier keine Außenhülle.

Der voreingestellte Gebäudestandard liefert lediglich typische Startwerte für U-Werte. Ein teilsaniertes Haus kann eine sehr gut gedämmte Dachfläche und zugleich alte Fenster haben. Öffnen Sie deshalb die U-Wert-Felder und ersetzen Sie die Pauschalen durch dokumentierte Werte, wenn Ihnen Energieausweis, Bauteilnachweise oder Sanierungsunterlagen vorliegen. Die örtliche Auslegungstemperatur ist ebenfalls entscheidend: −12 °C ist nur ein Beispiel, nicht der Wert für jeden Standort in Deutschland.

Prüfen Sie das Resultat auf Plausibilität. Ein kleines innenliegendes Zimmer kann eine geringere Hüllfläche haben als ein Eckraum. Ein Bad wird oft auf eine höhere Temperatur ausgelegt als ein Schlafzimmer. Wenn ein Raum überraschend herausragt, kontrollieren Sie zunächst Außenwand- und Fensterflächen, U-Werte und Temperatur. Ein falscher Flächenwert kann mehr bewirken als eine zusätzliche Nachkommastelle bei der Berechnung.

Beispiel

Ein Raum mit rund einem Kilowatt Heizlast

Nehmen wir einen 25 Quadratmeter großen Wohnbereich mit 2,5 Metern Raumhöhe. Er hat 20 Quadratmeter Außenwand ohne Fenster und vier Quadratmeter Fensterfläche. Für Außenwand und Fenster werden beispielhaft U-Werte von 0,70 und 1,40 W/(m²·K) angesetzt, für Wärmebrücken 0,05 W/(m²·K), für den Luftwechsel 0,5 pro Stunde. Innen sind 20 °C gewünscht, draußen werden −12 °C als Auslegungstemperatur angenommen. Dach und Boden grenzen in diesem Beispiel an beheizte Räume und werden mit null angesetzt.

Die Außenwand verursacht rund 448 Watt, die Fenster rund 179 Watt, die pauschalen Wärmebrücken rund 38 Watt und die vereinfachte Lüftung rund 340 Watt. Zusammen ergibt das etwa 1.006 Watt, also rund 1,0 kW für diesen Raum. Die genauen Werte hängen bereits an den angenommenen U-Werten. Sind die Fenster in Wirklichkeit schlechter oder besser, ändert sich die Summe. Dieses Beispiel erklärt die Rechenwege, nicht die reale Heizlast eines konkreten Hauses.

Wärmepumpe

Was Sie aus der Zahl ableiten können – und was nicht

Die raumweise Heizlast ist eine Grundlage für die Prüfung der Heizkörper oder Flächenheizungen. Ein Heizkörper muss die benötigte Raumleistung bei der vorgesehenen Vorlauf- und Rücklauftemperatur abgeben. Eine hohe Nennleistung aus einem Prospekt mit sehr heißem Heizwasser ist dafür kein passender Vergleich. Gezielte Heizkörperanpassungen, ein hydraulischer Abgleich oder Dämmmaßnahmen können die Systemtemperatur senken und die Wärmepumpe im Alltag effizienter machen.

Die gesamte Heizlast ist noch keine direkte Kaufempfehlung für eine bestimmte Wärmepumpe. Relevante Leistungsdaten gelten immer bei bestimmten Außen- und Heizwassertemperaturen. Warmwasserbedarf, Abtauvorgänge, mögliche Sperrzeiten, Modulationsbereich und das Gesamtkonzept müssen fachlich eingeordnet werden. Eine pauschale Sicherheitsreserve ohne Begründung kann die Anlage unnötig groß machen. Vergleichen Sie Angebote deshalb mit denselben Gebäudedaten und einer dokumentierten raumweisen Auslegung.

Auch der Strombedarf pro Jahr darf nicht aus dem Wert in Kilowatt allein abgelesen werden. Dafür braucht es eine jährliche Wärmemenge in Kilowattstunden und eine realistische Jahresarbeitszahl. Das optionale Feld des Rechners teilt einen von Ihnen bereits bekannten jährlichen Nutzwärmebedarf durch die angenommene Jahresarbeitszahl und multipliziert den geschätzten Strombedarf mit dem Strompreis. Der alte Gas- oder Ölverbrauch ist ohne Wirkungsgrad- und Warmwasserbetrachtung nicht automatisch dieser Nutzwärmebedarf.

Grenzen

Wann eine professionelle Berechnung nötig ist

Für eine verbindliche Planung, Förderunterlagen und die endgültige Auswahl von Wärmepumpe und Heizflächen sollte eine qualifizierte Person das Haus erfassen. Eine normgerechte Berechnung nach DIN EN 12831-1 zusammen mit der nationalen Ergänzung DIN/TS 12831-1 berücksichtigt Randbedingungen detaillierter als dieser Rechner. Dazu gehören unter anderem angrenzende Raumtemperaturen, Erdreich, Lüftung, Baukonstruktionen und objektspezifische Wärmebrücken. Bei teilsanierten Altbauten sind reale Bauteilwerte besonders wichtig.

Wenn Sie nur einen groben Ausgangspunkt brauchen, können Sie Ihre Werte hier erfassen und die Raumliste mitnehmen. Fragen Sie anschließend: Welche Außentemperatur wurde verwendet? Wie wurden Wände, Fenster, Dach und Boden angesetzt? Welche Räume brauchen bei niedriger Vorlauftemperatur größere Heizflächen? Wie plausibel ist die Summe gegenüber mehreren Jahren Verbrauch? Ein nachvollziehbarer Bericht beantwortet diese Fragen besser als eine einzelne Kilowattzahl.

Fachliche Grundlagen und weiterführende Informationen

Die DIN erläutert die Kombination aus DIN EN 12831-1 und DIN/TS 12831-1 für normkonforme Berechnungen in Deutschland. Der Bundesverband Wärmepumpe bietet ebenfalls vereinfachte Verfahren und benennt deren Grenzen. Die Brennstoffumrechnung orientiert sich bei Heizöl und Erdgas an Näherungswerten des Umweltbundesamts und bei Flüssiggas am Heizwert des Deutschen Verbandes Flüssiggas. Lesen Sie außerdem unseren ausführlichen Ratgeber zur Heizlastberechnung. Die Angaben auf dieser Seite ersetzen keine individuelle Energieberatung oder Fachplanung.

Aus Vorabschätzung wird ein konkretes Projekt

Nutzen Sie Ihre Raumdaten als Gesprächsgrundlage und lassen Sie die endgültige Auslegung fachlich prüfen.

Wärmepumpen-Angebot vorbereiten

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